Unsere Hilfsangebote mit denen wir Obdachlose von der Straße holen, ihnen eine dauerhafte Wohnung, Betreuung und Beschäftigungsangebote anbieten, kosten mehr Geld, als das, was unser Sozialsystem z.B. in Form von Betreuungszuschüssen, Arbeitslosengeld II, Grundsicherung und Wohngeld leistet. Daher bedarf es vieler Menschen und Institutionen, die es durch zusätzliche Leistungen und Mittel möglich machen, ehemals Obdachlosen die notwendige Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und ihre Lebensperspektive zu verbessern.

Zu ihnen gehören:

  • die Vielzahl privater Spender und Förderer
  • die Stadt Heidelberg durch individuelle Betreuungszuschüsse für Hilfen differenziert nach §67 und §73 SGB Xll
  • die Justizbehörden mit ihren Zuweisungen von Bußgeldern
  • die Mitglieder des Vereins OBDACH e.V.

 

Mieteinnahmen, Spenden und Betreuungspauschalen stellen im Geschäftsjahr 2019 die Haupteinnahmen des Vereins dar.

Die Mieteinnahmen haben wir um 10% gegenüber dem Vorjahr steigern können. Gründe waren eine weitgehende Vollvermietung im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie erhöhte Mieten bei Neuvermietungen.

Betreuungspauschalen erhalten wir von der Stadt Heidelberg sowie dem Rhein-Neckar-Kreis in Abhängigkeit zu der Anzahl der von uns Betreuten. Die Summe der gezahlten Beträge stieg um 9%. Zurückzuführen ist diese Erhöhung auf eine größere Anzahl von Betreuten, für die wir eine Pauschale erhalten sowie eine lineare Anhebung um 3% gegenüber dem Vorjahr.

Die Spenden entwickelten sich 2019 sehr erfreulich. Ein dem Verein gespendetes badisches Stockwerkseigentum  – der rechtliche Vorläufer der Eigentumswohnung – wurde zu einem Preis von 82.500 EURO verkauft. Mit einer privaten Stiftung wurde eine Vereinbarung zur Einrichtung unserer Seniorenhilfe getroffen, hierfür wir erhielten einen Gesamtbetrag von 31.480 EURO. Die weiteren Spenden und Zuwendungen unserer vielen Unterstützer erhöhten sich um 7%.

Unsere weiteren Einnahmen bestehen aus den Mitgliedsbeiträgen sowie von der Justiz verhängte Bußgelder, die von den Verurteilten an uns gezahlt werden. Beide Positionen haben sich deutlich erhöht.

Die sonstigen Einnahmen waren in 2018 durch die Verkaufserlöse zweier Eigentumswohnungen geprägt und beinhalten im Wesentlichen die Auflösung eines Sonderpostens mit Rücklagenanteil sowie unser Verwalterentgelt für die Immobilie Rohrbacher Str. 62.

Bei unseren Ausgaben dominieren die Personal- und die Raumkosten. Die Steigerung unserer Personalkosten um 15% hat mehrere Ursachen. Aufgrund der Zunahme von Betreuten erhöhten wir die Arbeitszeit einer Teilzeitsozialarbeiterin auf Vollzeit. Löhne und Gehälter stiegen zur Jahresmitte um 3%. Die bei unsere Seniorenhilfe beschäftigten Mitarbeiter erhielten 18.500 EURO.

Die Raumkosten stiegen 2019 geringfügig um 2%, ohne dass es hier einen dominierenden Faktor gibt.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen gingen weiter zurück, da aufgrund des Alters einiger Wirtschaftsgüter vollständig abgeschrieben sind. Die weiteren Kostenpositionen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Sachausgaben insgesamt reduzierten sich geringfügig um knapp 2 %.

Das Jahresergebnis ist auch in diesem Jahr von einem außerordentlichen Faktor geprägt, dem Verkaufserlös für das veräußerte badische Stockwerkseigentum und verbesserte sich um 10%.

Der Jahresabschluss 2019 wurde wiederum von der CVW & Collegen GmbH Steuerberatungsgesellschaft, 69115 Heidelberg erstellt. Wie bereits in den Vorjahren prüfte die Reichert Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 76474 Au am Rhein unseren Jahresabschluss und hat ihn mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Es wird festgestellt, dass die Prüfung zu keinen Einwendungen geführt hat.

 

Bilanz 2019

Gewinn- und Verlustrechnung 2019

Einnahmen und Ausgaben nach Bereichen 2019

 

OBDACH e.V. geht mit dem ihm anvertrauten Geld sorgsam und zielgerichtet um. Daher gehört der Verein zu den überregional Spenden sammelnden Organisationen in der Bundesrepublik, denen das DZI Spenden-Siegel nun schon seit 1995 in ununterbrochener Folge zuerkannt wird.

 

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